
Museumsstr.
14
17449 Peenemünde
Telefon
038371
- 25656
038371 - 25657
Fax
038371 - 25658
spielzeugmuseum@peenemuende.info
spielzeugmuseum.peenemuende.info
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Öffnungszeiten: |
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Eintritt |
4,50 EUR |
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Ermäßigt |
3,00 EUR |
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Gruppenbegleiter, Busfahrer und Reiseleiter bei Gruppen ab 10 Personen kostenlos bei Vorlage einer Legitimation. |
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Spielzeuge
haben in den letzten Jahrhunderten einen wichtigen Platz im Leben der Menschen
gefunden. Sie entwickelten sich ursprünglich unter anderem aus Gegenständen mit
kultischer Bedeutung. Speziell für Kinder gefertigte Alltagsgegenstände en
miniature; Waffen, Werkzeuge und Tierdarstellungen wurden zu Spielzeug
(en).
Dies dokumentiert eindrucksvoll das neue Museum "Spielzeug(en), Kinder-
und Märchenwelten" in Peenemünde. Es entstand und entwickelt sich im gemeinsamen
Engagement des aus Thüringen stammenden Usedomer Unternehmers Erhard Diller und
des Thüringer Künstlers und Spielzeugsammlers Herbert König. Die Gestalter
betrachten Spielzeuge als Zeitzeugen und präsentieren vorwiegend aus dem
königschen Fundus eine breite und reichhaltige Palette von dem, was nicht nur
Kinderherzen höher schlagen lässt. Gezeigt werden Spielsachen aus 300
Jahrhunderten. Der grösste Teil der ausgestellten Exponate stammt aus dem
Sonneberger Umland und wurde oft in Heim - und Kinderarbeit hergestellt. Bewusst
wird auf hohen wissenschaftlichen Anspruch verzichtet. Ursprung, Chronologie,
Produktionsentwicklung werden eher hintergründig vermerkt. Im Mittelpunkt stehen
die Komplexität kindlicher Erfahrungswelten und Spass an der Wiederentdeckung
der eigenen Kindheit.
Die Ausstellung ist nicht nüchtern, sachlich,
belehrend. Objekte der Sammlung König sind keine Wertanlagen in
Originalverpackungen. Viele Teile sind "bespielt" und oft sichtbar "abgeliebt".
Deutliche Patina haucht der Ausstellung ebenso Leben ein, wie die besondere
Art der Präsentation - Spielzeuge in Szene gesetzt. Und schliesslich wäre König
kein Künstler, würden nicht eigene Objekte einfliessen, mal mit "aha-Effekt" und
auch mal mit erhobenem Zeigefinger. Letzteres gilt besonders dort, wo es um
reale geschichtliche Bezüge und dominante Erziehungsziele geht.
Die Ausstellung zeigt, wie die verschiedenen Ideologien bereits in den Kinderzimmern geprägt wurden. Sie nimmt damit gleichzeitig Bezug auf die 60ig jährige militärische Geschichte von Peenemünde.
Breiten
Raum hat die Vielfalt der Spielzeuge in 40 Jahre DDR. Auch hier gab es, wie zu
allen Zeiten, glücklich spielende Kinder.
"Spielzeug(en), Kinder- und
Märchenwelten" - ein teatrum mundi, ein Welttheater kindlicher und
ideologisierter Spielideen, versteht sich als kulturelle Ergänzung der bisher
vorwiegend militärisch und technisch geprägten Museumslandschaft Peenemünde. Es
ist ein Museum für alle Generationen.
Wir wünschen allen Besuchern viel Spass
beim sich erinnern und träumen...
Dank gilt jenen, die mit Leihgaben und
Geschenken, die Ausstellung ständig bereichern.